Donnerstag, 24. September 2015

Nebel im Kopf

Ein undurchdringbarer Nebel legt sich langsam über alle Gedanken. Eine graue, dichte Masse, die sich von innen heraus ausbreitet bis sie an den äußeren Rand gelangt. Von dort sickert sie hinaus, an meinem Gesicht hinab, hüllt mich nach und nach ein. Die Gefühle werden diffus, kapseln sich ab, ich fühle mich eingewebt in eine Wolke - abgeschnitten von der Welt, völlig einsam und verloren.



Samstag, 19. September 2015

Ein Lebenszeichen

Ich erstatte mal einen kurzen Report über die letzten turbulenten Wochen in meinem Leben. Hier ist es still geworden - nicht ohne Grund. Die letzten Wochen waren geprägt von Stress, emotionalen ups and downs, aber auch positiver Nervosität.

Sonntag, 30. August 2015

Die Arbeitswelt ruft ... und meine Angst antwortet

Wie einige von euch bereits wissen, sitze ich zur Zeit an meiner Abschlussarbeit für mein Studium. Danach soll es, wenn möglich, schnellstens ins Arbeitsleben gehen, damit die Lücke im Lebenslauf nicht zu groß wird. Der ist sowieso schon ein besoffenes Gestolpere über Stock und Stein!
Am kommenden Dienstag habe ich bereits mein erstes Vorstellungsgespräch - ein Trainee Jahr in der Altenhilfe bei einer Stadt. Das grenzt fast an ein kleines Wunder, denn ich habe bisher nur diese eine Bewerbung abgeschickt. Eine gewisse Grundnervosität ist bei Vorstellungsgesprächen sicherlich normal, aber sie darf mich nicht bei den wichtigsten Fragen lähmen.

Dienstag, 18. August 2015

Neue Diagnose - oder alte Unterhose??

Dann aber eine sehr alte, die ich anscheinend fleißig in dem hintersten Winkel meines Schrankes horte, denn ich weiß, dass es schon einmal um 2008 herum im Raum stand - die Dysthymie

Damals war ich in tagesklinischer Behandlung und mein dortiger Therapeut äußerte es nur als vage Vermutung - ohne feste Diagnose. Danach recherchierte ich im Internet mit dem Ergebnis: "Das habe ich sicher nicht! - Restzweifel allerdings auch nicht ausgeschlossen!"
Meine neue Psychotherapeutin äußerte jetzt, knapp 7 Jahre später, eine ähnliche Vermutung. Aus heutiger Sicht ist es für mich gar nicht mehr so unwahrscheinlich. Durch eine umfangreiche Anamnese mit allem Pipapo wie Fragebögen soll geklärt werden, in welche der vielen diagnostischen Schubladen ich denn nun gehöre. Das waren in meinem Leben mit professioneller Hilfe schon einige - nur wenige davon waren wirklich richtig und zutreffend.

Was ist also diese Dysthymie?


Sonntag, 16. August 2015

Therapie - ein Neuanfang?

Seit drei Wochen besuche ich probatorische Sitzungen für eine neue Therapie - ich habe es geschafft nach den zwei nicht zu mir passenden Therapeuten noch einmal meinen Mut und auch meine Hoffnung einzusammeln und weitere anzurufen. Dabei hatte ich sehr viel Glück - siehst du, Annie, du bist nicht nur vom Pech verfolgt!

Samstag, 1. August 2015

Neue Kraft schöpfen

Extreme Müdigkeit gepaart mit hohem Schlafbedürfnis, kein Antrieb, absolut miese Laune, keine Motivation oder auch Nullbockstimmung - solche Phasen erlebt jeder von uns mindestens einmal in seinem Leben. Für uns Depressionserkrankte fühlen sie sich wie ein SuperGAU an, der sich quälend lang hinziehen kann - zum Teil bis zu einer tiefen Verzweiflung, in der Suizid als die beste aller Lösungen erscheint. Gerade deshalb ist es wichtig vor der völligen Erschöpfung die Reißleine zu ziehen.

Sonntag, 26. Juli 2015

Bauchgefühl

Louis ist eingezogen

Gestern habe ich Louis aus dem Tierheim geholt, damit meine kleine Lene nicht mehr allein sein muss. Die Geschichte, wieso Louis bei mir ist, hat mit meinem zu wenig beachteten Bauchgefühl zu tun. 



Mittwoch, 15. Juli 2015

Auf der Reise...

Jeder von uns geht bekanntlich seinen eigenen Lebensweg. Manchmal spazieren wir gemächlich für uns alleine, manchmal sprinten wir drauf los und manchmal legen wir einige Abschnitte gemeinsam mit anderen Menschen zurück. In den letzten Wochen hatte ich eine Menge Wegbegleiter um mich herum, für die ich sehr dankbar bin. Wir gingen mit federnden, schnellen Schritten, den Wind in den Haaren, die Wangen gerötet mit hechelndem Atem. Kein Hügelchen konnte uns aufhalten, kein Hindernis unseren Weg versperren. Ab und zu spürte ich ein spitzes Steinchen in meine Fußsohle zwicken, aber nichts worüber ich mich sorgen musste, denn wir liefen unbeschwert weiter. Von Zeit zu Zeit stellte ich mir die Frage wer mir diese absolut genialen Wanderschuhe geschenkt hat; oder ob ich sie vielleicht sogar einmal selbst irgendwann irgendwo  besorgt habe ohne mich daran zu erinnern?!

Sonntag, 28. Juni 2015

Woche für Woche, Tag für Tag

Es ist schon wieder eine Woche vorüber und ich frage mich wo die Zeit geblieben ist. Im Moment versuche ich so viel wie mir möglich ist zu schaffen. Teilweise fühlt es sich an wie ein Rotieren im Nichts, ohne Erinnerungen, schwarzes Nichts. Bald ist auch schon wieder mein Geburtstag. Der könnte dieses Jahr gerne ausfallen. Jedes Mal, wenn ich Geburtstag habe, ist auch schon die Hälfte des Jahres vorbei. Das bedeutet die nächste Hälfte wird genauso schnell vorbeirauschen. Es fühlt sich an wie ein Kampf gegen die Zeit. Hänge ich in einer Midlifecrisis? Wobei ich bin ja noch nicht mal in der Mitte meines Lebens, wenn ich von den Lebenserwartungen heutzutage ausgehe. Abzüglich meiner Psyche, meines Übergewichts, meiner Schilddrüse, meines Asthmas .... besser nicht darüber nachdenken!

Immerhin gibt es ein paar positive Punkte zu vermerken
  1. BA - läuft
  2. wöchentliches Treffen mit Kommilitonen - läuft
  3. Haushalt - läuft
  4. der Versuch auf meine Ernährung zu achten - läuft
Für mehr bin ich heute nicht fähig.

Eure Annie

Mittwoch, 24. Juni 2015

Leb wohl, Lotte


Es kam so unerwartet und ich bin unendlich traurig, liebe Lotte. Mich tröstet der Gedanke, dass du jetzt bei deiner liebsten Freundin Luna sein darfst, mit ihr zusammen durch den Mäusehimmel springen, in Laufräder laufen, Mehlwürmer und Sonnenblumenkerne verdrücken so viel ihr mögt. 
Ich werde euch immer in meinem Herzen tragen



Montag, 22. Juni 2015

Eckstein Eckstein, alles muss versteckt sein

...hinter mir, vor mir, neben mir gilt nicht!

Wieso will meine Motivation seit Tagen nur dieses eine Spiel spielen? UND warum muss dabei immer ich der Sucher sein? Ich hasse es zu suchen; hab ich früher in der Grundschule schon gehasst! Allerdings waren meine damaligen Schulkameraden weitaus kreativer mit ihren Verstecken. Meine Motivation wechselt dagegen in rasantem Tempo ihre auserwählten Orte - hinter dem Sofa, unter dem Schreibtisch, in die Badewanne, in den Kühlschrank, hinter die Schlafzimmertür, unters Bett. Da komme ich einfach nicht mit!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Wie das mit den neuen Erfahrungen so ist

Diese Woche ist geprägt von Neuigkeiten, Sorgen, Müdigkeit, Leere und einer sehr schönen Erfahrung. Ich hatte ja an anderer Stelle schon einmal ausführlicher geschrieben, wie schwer mir Verabredungen fallen (Verkriech dich nicht!). Letzte Woche konnte ich mich dazu überwinden mich mit zwei Kommilitoninnen zu verabreden, da ich sowieso viel Zeit an der Uni wegen meiner Abschlussarbeit verbringe.

Montag, 15. Juni 2015

Draußen am See

Zur Zeit schaue ich sehr gerne einen Film am Abend. Mit "on demand" Angeboten ist das ja einfacher als je zuvor geworden. Deshalb schreibe ich heute über einen wirklich guten Film, der mich sehr erschüttert hat.

Samstag, 13. Juni 2015

Familiengeheimnisse

Erzähl das bloß nicht weiter!

Ich habe keine Ahnung wieso, aber in unserer Familie gab es schon immer Geheimnisse. Als Kind hörte ich häufig den Satz: "Annie, erzähl das bloß nicht deiner Tante, Oma, etc." 
Ob ich das Verbot damals nachvollziehen konnte, weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich meine mich zu erinnern einiges trotzdem weiter erzählt zu haben. Wieso auch nicht? Was ist so schlimm, unwürdig, peinlich, dass es hinter verschlossenen Türen angekettet werden muss?

Für mich bedeutet Familie, die Freiheit jedes Familienmitglieds für sich zu entscheiden, wem es etwas mitteilen möchte. Wenn meine Eltern mir heutzutage raten Begebenheiten aus meinem Leben nicht meinem Bruder zu erzählen, bekommen sie immer die gleiche Erwiderung: "Ich entscheide wem ich etwas über mein Leben erzähle."
So leicht wie mir dieser Satz über die Lippen kommt, ist er allerdings überhaupt nicht.


Mittwoch, 10. Juni 2015

Bitte verhalten Sie sich ruhig

Annie rockt die Uni-Bib 
Evelyn Merz / pixelio.de

Einige von euch wissen ja bereits, dass ich in meinem letzten Semester bin und an meiner BA schreibe. So langsam komme ich in Schwung!
Die letzten beiden Wochen habe ich Kontakt zu Fachleuten hergestellt, denn es ist ziemlich schwierig öffentlich zugängliche Studien zu bekommen. Im deutschsprachigen Raum existieren zu meinem spezifischen Thema auch noch gar keine. Für alle, die sich fragen worüber ich überhaupt schreibe:

Sonntag, 7. Juni 2015

Nicht von dieser Welt

Bernhard Mayr / pixelio.de
Gestern Nacht erlebte ich einen unerträglichen Schmerz der Einsamkeit in meinem Inneren. Eine tiefgehende Trauer und Hoffnungslosigkeit - bis hin zur Verzweiflung. Einfach so, während die Welt da draußen ihren Lauf nimmt. Von Zeit zu Zeit frage ich mich, ob ich überhaupt Teil dieser Welt bin, denn ich fühle mich fremd.

Ich lag also gestern Abend im Bett, hörte zum Einschlafen ein Hörbuch und durch eine sehr emotionale Passage überkamen mich die Gefühle. Von einem Moment auf den anderen spürte ich den Kloß im Hals, der sich vor dem Weinen ankündigt. Allerdings gewährte ich ihm nicht sich aufzulösen - die Tränen herauszulassen und die Seele ein wenig zu reinigen.


Freitag, 5. Juni 2015

Verkriech dich

... NICHT!

Verabredungen sind toll, Verabredungen machen Spaß, Verabredungen steigern die Laune, Verabredungen lassen uns weniger einsam fühlen, Verabredungen fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl und unsere Kommunikationsskills - UND Verabredungen stressen mich enorm!

Marvin Siefke / pixelio.de

Mittwoch, 3. Juni 2015

Fühl dich wie zuhause

Annie prokrastiniert - oder doch nicht?!

Meine Gedanken sind sich wieder einmal nicht einig, ob ich gerade viel schaffe oder wenig. Einerseits bin ich in der Haushaltsbewältigung auf den vorderen Plätzen dabei, andererseits schleicht sich gegen Mittag der Schlendrian ein. Ich setze mich auf mein Sofa, schaue Serien oder lenke mich mit meinen Mäusen ab. Anstatt einfach aufzustehen und zu starten, überlege ich wann ich welche Aufgaben angehen könnte. Es ist vielleicht auch eine schlechte Idee es mir auf dem Sofa bequem zu machen, nachdem sich meine Depression schließlich dort häuslich niedergelassen hat. Sie ist eine Meisterin der Schmeicheleien und schafft es immer wieder mich für ein weiteres Tässchen Kaffee zum Bleiben zu bewegen.

Sonntag, 31. Mai 2015

Gedankenkarussell trifft Gefühlschaos


Lene ist eingezogen! 


Lene ist 7 Wochen alt und wird ab sofort mit meiner 2-jährigen Lotte zusammen leben. Lotte hatte vor einer Woche plötzlich ihre Partnerin verloren. Da Rennmäuse sehr soziale Tiere sind, war für mich klar, dass ich ihr schnellst möglich neue Gesellschaft besorgen muss. 

Vor zwei Tagen telefonierte ich mit einer Züchterin aus der Nähe. Das war sehr aufregend, denn ich bin ja überhaupt nicht der Typ, der gerne mit Fremden telefoniert.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Die Freiheit der eigenen Entscheidungen

...oder auch mein inneres Kind rebelliert
Am Strand (Helene Souza / pixelio.de)

Es gibt diese Momente in meinem Leben, in denen die kleine Annie sich auf den Boden schmeißt, mit den Fäusten auf den selbigen trommelt und laut heraus schreit was ihr nicht passt. Jedem mit einem Kleinkind werden diese Situationen in unterschiedlichem Ausmaß bekannt vorkommen. Bei mir handelt es sich um ein inneres Phänomen, welches nur schwer in den Griff zu bekommen ist. Die kleine Annie schreit nur in seltenen Fällen wirklich durch meinen Mund in die Welt hinaus. Viel eher bäumt sie sich auf und erzeugt trotzige Gedanken und Gefühle.

In den letzten vier Wochen gab es drei Situationen, in denen mir der Trotz meines inneren Kindes bewusster geworden ist.

Montag, 25. Mai 2015

Die Sache mit den Listen

Des einen Segen, des anderen Gräuel - To Do Listen
Für manche Menschen, auch für mich, sind sie ein sehr hilfreiches Instrument sich zu strukturieren und nichts zu vergessen. Dann gibt es wiederum diejenigen, die mit solchen Listen rein gar nichts anfangen können.

Ich habe mir heute seit längerem wieder einmal eine To Do Liste und einen Wochenplan für die kommende Woche angefertigt. In den letzten Jahren habe ich einige unterschiedliche Formate an Listen ausprobiert - unsortierte, nach Wichtigkeit sortierte oder kleine Kärtchen, die ich je nach Dringlichkeit in drei Stapel aufteilte. Am Effektivsten ist für mich die nach Wichtigkeit sortierte Liste. Apps für das smartphone bringen mir dagegen rein gar nichts. Ich neige dazu unangenehme Dinge einfach wegzuklicken und nicht mehr anzuschauen. Ich benötige meinen Plan auch direkt vor Augen. Am besten dort, wo ich mich im Laufe des Tages am meisten aufhalte.

Samstag, 23. Mai 2015

Was....es ist schon wieder Zeit zum Aufstehen?

Ein Schlafrhythmus ist bei mir so vorhanden wie eine Welt, in der alle Menschen tolerant miteinander umgehen und keiner dem Anderen bewusst Schaden zufügt - sprich GAR NICHT

Schlafprobleme sind bei Depressionen nichts ungewöhnliches. Sie können sich durch folgende Symptome äußern (Müller-Röhrich, et. al. (2013); Schattendasein - Das unverstandene Leiden Depression; Springer Verlag; Heidelberg):
  • nächtliches Früherwachen ohne erneutes Einschlafen
  • erhöhtes (abnormes) Schlafbedürfnis
  • Einschlafprobleme durch negative (Grübel-)Gedanken

Donnerstag, 21. Mai 2015

Error - das System ist überlastet!

Dieser Tag war emotional so turbulent - ich muss ihn erstmal richtig verarbeiten. Gerade weiß ich nicht was ich fühle und wo ich stehe. Die Realität zieht an mir vorüber- ich bin gefühlstaub.

Das Gefühlschaos fing heute morgen an. Ich hatte mir vorgenommen zur Uni zu fahren um an meinem ersten Kolloquium für meine Abschlussarbeit teilzunehmen. Dies ist ein 14-tägiges Treffen, bei dem wir alle Fragen besprechen können, die beim Schreiben auftauchen. Als ich in der Straßenbahn saß, hatte ich wirklich ein grummeliges Gefühl im Bauch und sehr viele Gedanken im Kopf. Zum Glück saß gegenüber von mir eine Mutter mit ihrem Kleinkind. Der Junge hat mir ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert. Er saß dort mit seinen vier Zähnchen, lachte mir zu, spielte mit seinen Händchen verstecken, in dem er sie vor die Augen hielt und wieder wegzog, lachte wieder und hat dann winke winke gemacht. Das war echt eine schöne beruhigende Erfahrung.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Bitte sprechen Sie nach dem Signalton ... Piep! - Therapiesuche 2.0

... SCHWEIGEN

Ich mag keine Anrufbeantworter. Deshalb vermeide ich es auf eben solche zu sprechen. Natürlich habe ich selbst einen und bin jedes Mal froh, wenn der Anrufer nicht direkt wieder auflegt, sondern mir mitteilt, was er denn von mir wollte.

"Annie, du musst dir eine Therapie in deiner Stadt suchen!"

Ja, das muss ich wohl...wären da nicht diese Anrufbeantworter, die schon leise lauernd auf mich warten. Es ist für mich nachvollziehbar, dass die Telefone in einer Psychotherapiepraxis nicht dauerhaft besetzt sein können, damit ich auch jederzeit anrufen kann, ohne Gefahr zu laufen auf einen dieser Apparate sprechen zu müssen.
Naja gut, ich spreche eigentlich nie darauf.

Montag, 18. Mai 2015

Wie ich ein Stück von meinem Selbst wiederfand

Wer wohnt denn wo??
Heute genau vor 4 Jahren saß ich um diese Uhrzeit im Flugzeug nach Montana. Es war eine aufregende, lange Reise mit zwei Umstiegen innerhalb der Staaten. Das erste Mal bin ich ohne eine Reisebegleitung mit dem Flugzeug über den großen Teich unterwegs. Neben der riesigen Nervosität und Angst war ich auch verdammt neugierig, was mich dort wohl erwarten würde.
Aber bevor ich von meinem Aufenthalt erzähle, möchte ich gerne auf die Vorgeschichte eingehen.

Sonntag, 17. Mai 2015

Ist es zu viel verlangt ... ?

Ich habe gerade zwei Postkarten zum Verschicken fertiggemacht - eine für meine beste Freundin und eine für eine Bekannte, die sich gerade in einer psychosomatischen Klinik befindet. Mir macht es unheimlich Spaß kleine Freuden im Alltag zu bereiten. Freut sich der Empfänger, freue auch ich mich. Dadurch fühle ich mich ein Stück weit wahrgenommen. Postkarten sind heutzutage total außer Mode geraten. In der Welt von Smartphone und Internet wird lieber eine Nachricht über die sozialen Medien verschickt, um sich möglichst schnell und bequem mitzuteilen. In meinen Augen eine Entwicklung, die ich sehr bedaure. Mich freut es viel mehr eine persönliche, handgeschriebene Karte mit schönem Motiv zu erhalten als über Twitter ein Foto auf meiner Timeline zu sehen oder eine kurze WhatsApp Nachricht mit "Wie geht es dir?" zu erhalten. Eine Postkarte aussuchen, sie individuell zu gestalten und dann zu versenden kann kein Post bei Facebook und Co ersetzen.

Freitag, 15. Mai 2015

Der Anfang vom Ende - oder auch die Odyssee meines Abschlusses

Die nächste große Herausforderung meines Lebens - meine Bachelor Thesis - steht vor meiner Tür um höflich anzuklopfen. Wobei das nicht so ganz richtig ist. Eigentlich steht sie bereits seit einem Jahr vor meiner Tür, klingelt Sturm und lässt sich durch mein beharrliches Nicht-Öffnen auch nicht verjagen.
Als ich im Sommersemester 2012 im zweiten Anlauf mit meinem Studium begonnen habe, war ich sehr motiviert dieses richtig schnell durchzuziehen. Ich kam gerade gestärkt aus den USA zurück und war mir mehr als sicher, dass ich es doch nochmal mit der sozialen Arbeit versuchen möchte. Auch wenn die Uni eine gewisse Art des Bulimie-Lernens verlangte - schlucken, verdauen, ausspucken - kam ich sehr gut mit, konnte sogar einige Module vorziehen. Ich errechnete optimistisch welche Zeit ich gegenüber den RegelstudentInnen einsparen könnte. Durch meinen ersten Versuch Sozialpädagogik an einer anderen Hochschule zu studieren wurden mir zwei Module anerkannt - wobei das eher lächerlich ist, wenn ich mir überlege, dass ich bereits mein Vordiplom in der Hand halte. Mein Ausflug in die spanische Sprachwissenschaften wurde ebenfalls belohnt, so dass ich ein weiteres Modul verrechnet bekam.
Also los Annie - 4 Semester to go!

Dienstag, 12. Mai 2015

Hilfe, wo ist der nächste Notausgang?

Seitdem ich meinen Blog vor zwei Tagen begonnen habe, dreht sich mein Denken sehr häufig um mein neues Projekt. Mir fiel heute auf wieviel Zeit meines Tages ich mich gedanklich damit beschäftige, was ich hier als nächstes von mir preisgeben könnte. Es gäbe sehr vieles, was auf dem virtuellen Papier niedergeschrieben werden mag. Hauptsächlich Themen, die ich vernünftigerweise in eine Therapie einbringen müsste. Mir ist außerdem bewusst, dass ich nicht gleich mit einem endlosen Roman (es wäre auf alle Fälle ein Bestseller - so viel sei gesagt) einsteigen kann, da dies wahrscheinlich nicht nur mich sondern auch meine Leser überfordern und auch verwirren würde.

Montag, 11. Mai 2015

Der Himalaya beginnt vor meiner Wohnungstür

Der Himalaya ist eine 3000 km lange Gebirgskette zwischen Indien und dem Tibetischen Hochland. Unter anderem befindet sich dort der höchste Berg der Erde - der Mount Everest! Wenn ich mir die Ausmaße dieser Landschaft vorstelle, kann ich das gedanklich gar nicht richtig erfassen und begreifen, weil es überwältigend sein muss. So ähnlich geht es mir gerade mit meinem Leben. Ein riesiger Berg an Aufgaben, der bestiegen werden möchte. Nur genau wie bei einem Aufstieg auf den Mount Everest, kann ich nicht einfach blindlings losziehen und dazu von mir selbst noch erwarten den Gipfel jubelschreiend in Rekordzeit zu erreichen. Das ist allerdings das Problem!

Sonntag, 10. Mai 2015

Meine Sonnenstrahlen


Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, ob ich für mich einen Blog erstellen soll, in dem es um meine Sorgen, Nöte, Ängste, Zweifel, aber auch um meine Interessen und kleinen Freuden gehen soll. Seit einiger Zeit gehe ich gemeinsam mit der Diagnose "Depression" meinen Lebensweg. Schreiben hat mir bisher immer geholfen zu mir selbst zu finden, mir gegenüber ehrlicher und offener zu sein. Mein Tagebuch habe ich trotzdem seit langer Zeit nicht mehr angerührt. Mir fehlt einfach die Motivation mich mit einem Stift hinzusetzen und meine Gedanken fließen zu lassen. Manchmal fühlt es sich an, als ob mein Stift einfach nicht schnell genug für meine Gedanken ist oder ich sitze gequält vor dem Papier und weiß keinen einzigen Satz zu schreiben. Tippen ist mehr mein Element, da ich schneller bin und Gedanken sprudeln lassen kann, sobald sie auftauchen. Ich weiß nicht, ob ich mit dem Blog überhaupt jemanden erreiche, aber vielleicht findet sich der Ein oder Andere in meinen Beschreibungen wieder, geht mit mir ein Stück gemeinsam auf meinem Weg. Es würde mich sehr freuen!