Sonntag, 28. Juni 2015

Woche für Woche, Tag für Tag

Es ist schon wieder eine Woche vorüber und ich frage mich wo die Zeit geblieben ist. Im Moment versuche ich so viel wie mir möglich ist zu schaffen. Teilweise fühlt es sich an wie ein Rotieren im Nichts, ohne Erinnerungen, schwarzes Nichts. Bald ist auch schon wieder mein Geburtstag. Der könnte dieses Jahr gerne ausfallen. Jedes Mal, wenn ich Geburtstag habe, ist auch schon die Hälfte des Jahres vorbei. Das bedeutet die nächste Hälfte wird genauso schnell vorbeirauschen. Es fühlt sich an wie ein Kampf gegen die Zeit. Hänge ich in einer Midlifecrisis? Wobei ich bin ja noch nicht mal in der Mitte meines Lebens, wenn ich von den Lebenserwartungen heutzutage ausgehe. Abzüglich meiner Psyche, meines Übergewichts, meiner Schilddrüse, meines Asthmas .... besser nicht darüber nachdenken!

Immerhin gibt es ein paar positive Punkte zu vermerken
  1. BA - läuft
  2. wöchentliches Treffen mit Kommilitonen - läuft
  3. Haushalt - läuft
  4. der Versuch auf meine Ernährung zu achten - läuft
Für mehr bin ich heute nicht fähig.

Eure Annie

Mittwoch, 24. Juni 2015

Leb wohl, Lotte


Es kam so unerwartet und ich bin unendlich traurig, liebe Lotte. Mich tröstet der Gedanke, dass du jetzt bei deiner liebsten Freundin Luna sein darfst, mit ihr zusammen durch den Mäusehimmel springen, in Laufräder laufen, Mehlwürmer und Sonnenblumenkerne verdrücken so viel ihr mögt. 
Ich werde euch immer in meinem Herzen tragen



Montag, 22. Juni 2015

Eckstein Eckstein, alles muss versteckt sein

...hinter mir, vor mir, neben mir gilt nicht!

Wieso will meine Motivation seit Tagen nur dieses eine Spiel spielen? UND warum muss dabei immer ich der Sucher sein? Ich hasse es zu suchen; hab ich früher in der Grundschule schon gehasst! Allerdings waren meine damaligen Schulkameraden weitaus kreativer mit ihren Verstecken. Meine Motivation wechselt dagegen in rasantem Tempo ihre auserwählten Orte - hinter dem Sofa, unter dem Schreibtisch, in die Badewanne, in den Kühlschrank, hinter die Schlafzimmertür, unters Bett. Da komme ich einfach nicht mit!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Wie das mit den neuen Erfahrungen so ist

Diese Woche ist geprägt von Neuigkeiten, Sorgen, Müdigkeit, Leere und einer sehr schönen Erfahrung. Ich hatte ja an anderer Stelle schon einmal ausführlicher geschrieben, wie schwer mir Verabredungen fallen (Verkriech dich nicht!). Letzte Woche konnte ich mich dazu überwinden mich mit zwei Kommilitoninnen zu verabreden, da ich sowieso viel Zeit an der Uni wegen meiner Abschlussarbeit verbringe.

Montag, 15. Juni 2015

Draußen am See

Zur Zeit schaue ich sehr gerne einen Film am Abend. Mit "on demand" Angeboten ist das ja einfacher als je zuvor geworden. Deshalb schreibe ich heute über einen wirklich guten Film, der mich sehr erschüttert hat.

Samstag, 13. Juni 2015

Familiengeheimnisse

Erzähl das bloß nicht weiter!

Ich habe keine Ahnung wieso, aber in unserer Familie gab es schon immer Geheimnisse. Als Kind hörte ich häufig den Satz: "Annie, erzähl das bloß nicht deiner Tante, Oma, etc." 
Ob ich das Verbot damals nachvollziehen konnte, weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich meine mich zu erinnern einiges trotzdem weiter erzählt zu haben. Wieso auch nicht? Was ist so schlimm, unwürdig, peinlich, dass es hinter verschlossenen Türen angekettet werden muss?

Für mich bedeutet Familie, die Freiheit jedes Familienmitglieds für sich zu entscheiden, wem es etwas mitteilen möchte. Wenn meine Eltern mir heutzutage raten Begebenheiten aus meinem Leben nicht meinem Bruder zu erzählen, bekommen sie immer die gleiche Erwiderung: "Ich entscheide wem ich etwas über mein Leben erzähle."
So leicht wie mir dieser Satz über die Lippen kommt, ist er allerdings überhaupt nicht.


Mittwoch, 10. Juni 2015

Bitte verhalten Sie sich ruhig

Annie rockt die Uni-Bib 
Evelyn Merz / pixelio.de

Einige von euch wissen ja bereits, dass ich in meinem letzten Semester bin und an meiner BA schreibe. So langsam komme ich in Schwung!
Die letzten beiden Wochen habe ich Kontakt zu Fachleuten hergestellt, denn es ist ziemlich schwierig öffentlich zugängliche Studien zu bekommen. Im deutschsprachigen Raum existieren zu meinem spezifischen Thema auch noch gar keine. Für alle, die sich fragen worüber ich überhaupt schreibe:

Sonntag, 7. Juni 2015

Nicht von dieser Welt

Bernhard Mayr / pixelio.de
Gestern Nacht erlebte ich einen unerträglichen Schmerz der Einsamkeit in meinem Inneren. Eine tiefgehende Trauer und Hoffnungslosigkeit - bis hin zur Verzweiflung. Einfach so, während die Welt da draußen ihren Lauf nimmt. Von Zeit zu Zeit frage ich mich, ob ich überhaupt Teil dieser Welt bin, denn ich fühle mich fremd.

Ich lag also gestern Abend im Bett, hörte zum Einschlafen ein Hörbuch und durch eine sehr emotionale Passage überkamen mich die Gefühle. Von einem Moment auf den anderen spürte ich den Kloß im Hals, der sich vor dem Weinen ankündigt. Allerdings gewährte ich ihm nicht sich aufzulösen - die Tränen herauszulassen und die Seele ein wenig zu reinigen.


Freitag, 5. Juni 2015

Verkriech dich

... NICHT!

Verabredungen sind toll, Verabredungen machen Spaß, Verabredungen steigern die Laune, Verabredungen lassen uns weniger einsam fühlen, Verabredungen fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl und unsere Kommunikationsskills - UND Verabredungen stressen mich enorm!

Marvin Siefke / pixelio.de

Mittwoch, 3. Juni 2015

Fühl dich wie zuhause

Annie prokrastiniert - oder doch nicht?!

Meine Gedanken sind sich wieder einmal nicht einig, ob ich gerade viel schaffe oder wenig. Einerseits bin ich in der Haushaltsbewältigung auf den vorderen Plätzen dabei, andererseits schleicht sich gegen Mittag der Schlendrian ein. Ich setze mich auf mein Sofa, schaue Serien oder lenke mich mit meinen Mäusen ab. Anstatt einfach aufzustehen und zu starten, überlege ich wann ich welche Aufgaben angehen könnte. Es ist vielleicht auch eine schlechte Idee es mir auf dem Sofa bequem zu machen, nachdem sich meine Depression schließlich dort häuslich niedergelassen hat. Sie ist eine Meisterin der Schmeicheleien und schafft es immer wieder mich für ein weiteres Tässchen Kaffee zum Bleiben zu bewegen.